Künstlicher Gelenkersatz

Hüftgelenke

Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenk

Diese Operationen werden dann durchgeführt, wenn andere konservative Maßnahmen (Medikamente, Physiotherapie, Spritzen) keine ausreichende Schmerzlinderung mehr bringen, auf dem Röntgenbild eine Arthrose nachweisbar ist und sich die Gelenkfunktion verschlechtert hat. Häufigste Ursache für den Verschleiß eines Gelenkes ist die Arthrose. Hierbei unterscheidet man primäre und sekundäre Formen. Die Entstehung der häufigsten – primären – Arthrose ist noch immer nicht vollständig geklärt. Sekundär kann der Gelenkverschleiß nach anderen Krankheiten, z.B. Gelenkinfektionen, bei chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen, bei Formfehlern, Achsabweichungen oder nach Verletzungen auftreten.

Diese OP-Verfahren können nicht ambulant durchgeführt werden, deshalb kooperieren wir hierfür mit dem  Carl-Thiem-Klinikum Cottbus und dem Krankenhaus Spremberg.

Beide Kliniken sind als Endoprothesenzentrum im Rahmen des ENDOCERT ® -Prozesses zertifiziert und nehmen am Endoprothesenregister Deutschland teil. Im Rahmen der Zertifizierung ist Herr Dr. M. Zoepp als Hauptoperateur an beiden Kliniken in das Qualitätsmanagement eingebunden – im Krankenhaus Spremberg als Stellvertretender Leiter des Endoprothesenzentrums. Diese Qualitätskontrolle bietet Ihnen als Patient ein hohes Maß an Sicherheit und Transparenz.

Nach der Operation werden Sie intensiv physiotherapeutisch betreut, um die Funktion des Gelenkes wieder herzustellen. Insbesondere beim Hüftgelenksersatz müssen Sie vorsichtig sein und die Empfehlungen der Ärzte beachten, um das Kunstgelenk nicht auszurenken. Bei planmäßigem Verlauf können Sie damit rechnen, ca. 8 Tage nach der Operation zur weiteren Behandlung in die Reha-Klinik verlegt zu werden, wo Sie während eines 3-wöchigen Aufenthaltes optimal nachbetreut werden. Wir kooperieren hier eng mit dem mediclin Reha-Zentrum Spreewald in Burg.

Um eine möglichst lückenlose und individuelle Betreuung zu gewährleisten, bieten wir Ihnen auch während der Reha-Phase in regelmäßigen Abständen Visiten durch Ihren Operateur, Herrn Dr. M. Zoepp.

Die Komplikationsrate bei Knie- und Hüftendoprothesen-Operationen ist sehr niedrig (ca. 3-5%). Wie bei jedem operativen Eingriff sollte man sich jedoch darüber klar sein, daß auch bei sorgfältigster Ausführung ein gewisses Restrisiko besteht. Es können in seltenen Fällen Verletzungen von Nerven, Gefäßen oder Knochenbrüche auftreten. Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Thrombosen und andere Komplikationen sind trotz aller Sorgfalt nie ganz auszuschließen. Für 4 Wochen nach der Operation muß daher je nach individuellem Risiko eine Thrombosevorsorge erfolgen.

Ein Problem künstlicher Gelenke ist die langfristig auftretende Lockerung. Zur rechtzeitigen Erkennung ist eine regelmäßige Nachsorge durch unser Praxisteam notwendig. Wird eine Lockerung rechtzeitig nachgewiesen, so ist der operative Austausch der gelockerten Komponente meist möglich.

Ansprechpartner für künstlichen Gelenkersatz:

IHüftgelenke Fitmore und Alloclassic
Allofit IT-SIT Pfanne

Hüftgelenk

Der künstliche Hüftgelenksersatz (HTEP) ist die weltweit am häufigsten vorgenommene endoprothetische Operation. Dabei wird die sog. Hüftpfanne im Beckenknochen und der Oberschenkelkopf durch künstliche Gelenkpartner ersetzt. Dieses OP-Verfahren kann nicht ambulant durchgeführt werden, deshalb kooperieren wir hierfür mit dem Krankenhaus Spremberg.

Das Krankenhaus Spremberg ist durch ENDOCERT als Endoprothetikzentrum zertifiziert. Herr Dr. M. Zoepp ist Hauptoperateur und stellvertretender Leiter des Zentrums.

Um eine schnellere Rehabilitation und einen geringeren Blutverlust mit einem ansprechenden kosmetischen Ergebnis zu kombinieren, wenden wir einen minimal-invasiven Zugang an (“Schlüsselloch-Technik”). Bei diesem speziellen Zugang wird das Hüftgelenk über die Muskellücke zwischen dem mittleren Gesäßmuskel (Musculus gluteus medius) und dem Schenkelbindenspanner (Musculus tensor fasciae latae) dargestellt und die Implantate eingesetzt, ohne dass eine Ablösung der Muskulatur notwendig ist. Herr Dr. M. Zoepp ist seit 10 Jahren mit diesem sogenannten Anterolateralen Zugang (ALMI oder OCM-Zugang) vertraut.

Grundsätzlich unterscheidet man zementierte – also mit einem Spezialkleber im Knochen befestigte – und zementfreie Prothesensysteme. Beide Arten der Verankerung sind prinzipiell gleichwertig, es muß individuell entschieden werden, welches Endoprothesenmodell für den Patienten am besten geeignet scheint.
Zementfreie HTEP werden überwiegend bei jüngeren Patienten eingesetzt. Hier gibt es wiederum verschiedene Prothesensysteme, die sich in der Höhe der Krafteinleitung unterscheiden: klassische, über Jahrzehnte bewährte Schaftprothesen, z.B. nach Spotorno, und neuere Modelle mit weniger Knochenverlust (Kurzschaftprothesen, z.B. Fitmore), für die es ermutigende mittelfristige Ergebnisse gibt und die für minimalinvasive Zugänge besser geeignet sind.

Entscheidend für die Haltbarkeit einer Endoprothese ist neben der korrekten Positionierung der Komponenten die Materialauswahl der eigentlichen Gleitpaarung zwischen Kopf und Pfanne.

Für den auf dem Prothesenschaft fixierten Kopf kommt eine BIOLOX delta ® Hochleistungskeramik zum Einsatz,  für das Gleitlager in der Gelenkpfanne verwenden wir in der Regel ein extrem abriebarmes hochvernetztes Polyethylen (UHMWPE) zum Einsatz: DURASUL ®. Für junge, aktive Patienten kann auch eine reine keramische Gleitpaarung von Vorteil sein.

Welches OP-Verfahren und welches Prothesenmodell für Sie am besten geeignet erscheint, besprechen wir im Rahmen der Prothesensprechstunde ausführlich mit Ihnen.

Ein Problem künstlicher Gelenke ist die langfristig auftretende Lockerung. Zur rechtzeitigen Erkennung ist eine regelmäßige Nachsorge durch unser Praxiszentrum notwendig. Wird eine Lockerung nachgewiesen, so ist der operative Austausch möglich.

Ansprechpartner für künstlichen Gelenkersatz:

Innex Implantatsystem
Conformis IUNI G2

 

Kniegelenk

Der künstliche Kniegelenkseratz (KTEP) ist die zweithäufigste endoprothetische Operation. Dieses Verfahren führen wir stationär im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus durch.

Die Klinik für Orthopädie ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Auch hier ist Herr Dr. M. Zoepp als Hauptoperateur in das Qualitätsmanagement einbezogen.

Bei der Kniegelenksarthrose wird die verschlissene Knorpeloberfläche der Gelenkpartner durch eine Metalloberfläche ersetzt („Oberflächenersatz“). Dabei wird auf den in mehreren Ebenen exakt zugesägten Oberschenkelknochen eine Metallkappe aufgeschlagen, am Unterschenkel eine dünne Scheibe mit dem verschlissenen Knorpel entfernt und mit einer Metallplatte versehen. Als Gleitschicht zwischen beiden Komponenten dient ein sog. Inlay aus Polyethylen.

Ist nur die Innenseite des Kniegelenks verschlissen, kann eine sog. Unicondyläre Endoprothese („Schlittenprothese“) eingesetzt werden.

Eine zunehmende Bedeutung kommt der Individualisierung in der Endoprothetik zu. Bereits seit 2010 verwendet Herr Dr. M. Zoepp patientenspezifsche Implantate und Instrumente bei Knieoperationen. Dazu wird ambulant eine CT- oder MRT-Aufnahme angefertigt, auf deren Basis nach individueller Planung im 3-D-Druckverfahren OP-Schablonen hergestellt werden, die Ihrem Knie exakt angepasst werden und eine genauere Umsetzung der OP-Planung ermöglichen als herkömmliche OP-Verfahren. Der Zeitaufwand zur Fertigung dieser Instrumente beträgt ca. 4-6 Wochen. Auch die Herstellung individuell angepasster Endoprothesen ist möglich. Hier kommen Implantate der Firma ConforMIS zum Einsatz. Herr Dr. Zoepp berät Sie gern, ob individuell angefertigte Implantate bei Ihnen eingesetzt werden können.

Bei stärkeren Achsabweichungen (X- oder O-Bein) verwenden wir Endoprothesen, bei denen Ober- und Unterschenkelkomponente durch einen Zapfen miteinander verbunden sind (sog. teilgekoppelte KTEP).

Ansprechpartner für künstlichen Gelenkersatz: