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ORTHOPAEDICON – wer ist das?

ORTHOPAEDICON wurde 2025 vom Team des Orthopädischen Praxiszentrum Thiemstrasse in Cottbus gegründet. Die ORTHOPAEDICON Management GmbH koordiniert innovative Projekte der Gesundheitsversorgung in der Lausitz mit dem Schwerpunkt der Orthopädischen Chirurgie.

An der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Medizin, mit neuen Formen der Zusammenarbeit wollen wir Impulse für eine zukunftsweisende Medizin in unserer Region setzen.

ORTHOPAEDICON – was ist das?

ORTHOPAEDICON: Gesundheit neu denken!

Uns bewegt die Idee, in der Lausitz innovative Wege auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes – der Endoprothetik – zu gehen. Wir durchdenken die Prozesse aus der Sicht des Patienten – und mit dem know how der Experten.

Wir haben mit der Erfahrung aus 20 Jahren Endoprothetik, mit Kompetenzen aus ambulanter und stationärer Medizin, aus Rehabilitation und Physiotherapie ein innovatives Konzept entwickelt: ORTHOPAEDICON FAST TRACK. Das bedeutet eng abgestimmte Kooperation über Berufs- und Systemgrenzen hinweg, digitale Unterstützung, innovative Verfahren und professionelle Koordination – für ein optimales OP-Ergebnis und zufriedene Patienten.

Was bedeutet FAST TRACK?

„Fast track“ ist im Englischen die Überholspur. Damit Sie Ihre Gelenkersatz-Operation „auf der Überholspur“ absolvieren können, müssen Sie körperlich und mental optimal auf den Eingriff vorbereitet werden. Dies geschieht im Rahmen eines innovativen Konzeptes, bei dem das gesamte Behandlungsteam koordiniert zusammenarbeitet.

ENDOPROTHETIK NEU DENKEN

Was wünscht man sich als Betroffener, wenn man mit der Diagnose einer fortgeschrittenen Arthrose konfrontiert wird, und eine Gelenkoperation notwendig ist?

Mit der Diagnose sind oft Unsicherheit und Ängste verbunden: Wo werde ich gut betreut? Was kann ich nach einer solchen Operation überhaupt noch machen – beruflich, im Alltag und sportlich? Wie lange werde ich Schmerzen haben? Wie lange hält so ein Gelenk und wie kann ich es belasten?

Das Gefühl, über die Abläufe rund um die Operation gut informiert zu sein, gibt Sicherheit und stärkt Ihr Selbstvertrauen. Zahlreiche Studien zeigen: eine positive Grundeinstellung hat wesentlichen Einfluss auf das OP-Ergebnis. Deshalb ist Information und Aufklärung ein Schwerpunkt  unseres ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzeptes.

Unser Case Management kümmert sich professionell um die Organisation – alle Termine werden in den DOCTOLIB Online-Kalender eingetragen, und so behalten Sie als Patient stets den Überblick. Egal, ob Arzttermin oder Physiotherapie: Sie erhalten vor jedem Termin eine Erinnerung per SMS oder E-Mail, damit nichts vergessen wird.

Die MyMobility© App begleitet Sie während des gesamten Prozesses auf Ihrem Handy und vermittelt Ihnen das Wissen zu wesentlichen Aspekten rund um den Eingriff – gut dosiert und stressfrei.

Als Patient im ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzept genießen Sie eine individuelle physiotherapeutische Betreuung: die speziell geschulten Therapeuten des ORTHOPAEDICON move Netzwerks bereiten Sie engagiert auf die Operation vor und betreuen Sie auch nach dem Eingriff.

Das Ärzteteam des Orthopädischen Praxiszentrum Thiemstrasse berät Sie kompetent und individuell zum geplanten Eingriff: OP-Methoden, Implantate und Perspektiven werden im persönlichen Gespräch erläutert.

Im Rahmen des „ORTHOPAEDICON Prothesenseminars“ werden Patienten und Angehörige in einem Vortrag nochmals über die Abläufe aufgeklärt. Sie lernen 4 Wochen vor dem geplanten Termin bereits das Krankenhaus Spremberg und das dortige Behandlungsteam kennen, denn dort erfolgt der operative Eingriff. Die Anästhesie untersucht und berät Sie zur Narkose, um für jeden Patienten die optimale Lösung zu finden.

Ein Krankenhausaufenthalt ist in Deutschland leider oft schlecht koordiniert: ambulante Ärzte und Krankenhaus, Physiotherapie und Reha-Einrichtungen sind durch Sektorengrenzen, unbefriedigende Kommunikationswege und Abrechnungssysteme getrennt und stimmen sich im Vorfeld meist kaum ab. Das erschwert die Zusammenarbeit und bedeutet für Patienten oft zusätzlichen Aufwand und Wartezeiten, Stress und Unsicherheit.

Wenn Sie sich für eine Versorgung im ORTHOPAEDICON Fast Track Konzept entschieden haben und eine Teilnahme möglich ist, übernimmt unser Case Management die gesamte Koordination: als Patient erhalten Sie Zugang zum DOCTOLIB online-Kalender und zur MyMobility© App, dem „digitalen Grundgerüst“ unseres Versorgungskonzeptes. Wir organisieren für Sie die spezifische physiotherapeutische Betreuung über unser ORTHOPAEDICON move Netzwerk, sämtliche Termine rund um die Operation, die Rehabilitation und die Nachbetreuung bis 6 Wochen nach dem Eingriff. Alle Termine werden für Sie im DOCTOLIB Kalender hinterlegt, und Sie erhalten eine Erinnerungs-SMS oder E-Mail vor jedem Termin.

Das Ärzteteam des Orthopädischen Praxiszentrum Thiemstrasse bereitet Sie individuell auf die OP vor, führt den Eingriff durch und betreut Sie engmaschig nach – für 6 Monate. Die auf den Patienten zugeschnittene Vorbereitung – die sogenannte Prähabilitation – ermöglicht in Kombination mit der Optimierung aller Prozesse rund um den Eingriff, das Krankenhaus bereits am Tag nach der Operation wieder verlassen zu können – engmaschig betreut per MyMobility© App, durch die Therapeuten unseres ORTHOPAEDICON move Netzwerkes und unser Ärzteteam. Am 12. Tag nach der Operation erfolgt die Aufnahme zur POWER Reha – entweder ambulant in der RehaVita in Cottbus oder stationär im mediclin Reha-Zentrum Burg/Spreewald.

Ist ein Krankenhaus wirklich ein guter Ort, um gesund zu werden? Wieviel Klinik braucht es für einen „normalen“ Gelenkersatz?

Die Medizin entwickelt sich stetig weiter. Auch auf dem Gebiet der Endoprothetik werden große Fortschritte gemacht.  Insbesondere das Verständnis der Bedeutung der Phase vor dem Eingriffs hat vieles verändert, auch der physiotherapeutischen und mentalen Vorbereitung wird nun deutlich mehr Beachtung geschenkt.

All diese wissenschaftlich hinterlegten Erkenntnisse und die langjährigen Erfahrungen in der Endoprothetik sind in die Entwicklung des ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzeptes eingeflossen. Individuell angepasste Ernährungsempfehlungen, die Erkennung und Optimierung von Risikofaktoren bereiten Sie auf die OP gut vor.

Nach den sogenannten ERAS Kriterien werden alle Prozesse rund um die Operation so gestaltet, dass die Beeinträchtigungen durch den Eingriff so gering wie möglich gehalten werden. Medikamente verringern die Schwellung und Nachblutung, eine individuelle Schmerztherapie ermöglicht eine schnelle Mobilisation. Zusammen mit besonders schonenden Narkoseverfahren kann der Patient so bereits eine Stunde nach dem Eingriff wieder aufstehen und erste Schritte mit dem „neuen Gelenk“ machen.

Spezialisierte Physiotherapeuten unterstützen Sie, um bereits am Folgetag die Entlassungskriterien zu erfüllen: Gehen und Treppe steigen ist dann bereits wieder selbständig möglich. Ihre Angehörigen können Sie so schnell wieder in Empfang nehmen.

Unterstützt durch die Therapeuten unseres ORTHOPAEDICON move Netzwerkes und die MyMobility© App überwacht unser Ärzteteam Ihre Fortschritte – stets steht Ihnen ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Vor der geplanten Aufnahme in die Reha-Einrichtung kontaktiert Ihr Operateur Sie über die Videochat-Funktion der MyMobility App und überzeugt sich bei einem Termin im Praxiszentrum von Ihren Fortschritten.

Der endoprothetische Gelenkersatz des Hüftgelenks ist die erfolgreichste OP-Methode des 20. Jahrhunderts. Kein anderes Verfahren führt zu einer so drastischen Verbesserung der Lebensqualität – so stellte es bereits 2007 die renommierte Fachzeitschrift THE LANCET fest. https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(07)60457-7/abstract

Das ist unter anderem Ergebnis von standardisierten Abläufen und Routinen, wie sie in den Kriterien zur Zertifizierung von Kliniken als Endoprothesenzentrum festgelegt sind. Das Krankenhaus Spremberg, in dem Patienten nach dem ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzept operativ versorgt werden, erfüllt diese Kriterien und wurde in der Vergangenheit bereits als Endoprothetik-Zentrum zertifiziert. Dr. Zoepp als verantwortlicher Operateur innerhalb dieses Konzepts führt pro Jahr ca. 400 endoprothetische Eingriffe durch und ist unter anderem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik e.V. (https://www.ae-germany.com/)

Doch was neben aller Standardisierung und Routine nicht vergessen werden darf, sind die individuellen Bedürfnisse und Besonderheiten jedes Patienten. Für den Arzt mag es das „alltägliche Geschäft“ sein – für den Betroffenen jedoch ist es eine Ausnahmesituation. Mit Hoffnungen und Erwartungen, aber auch mit Bedenken und Ängsten. Darauf einzugehen, Sie ernst nehmen – das ist unser Anspruch. Gegenseitiges Vertrauen ist die Grundlage des gemeinsamen Erfolgs. Denn wir operieren keine Röntgenbilder – Ihre Lebensqualität steht im Zentrum. Wozu Sie als Patient genauso beitragen wie unser kompetentes Team. Wissenschaftlich fundierte Standards einerseits und eine individuell zugeschnittene Therapie andererseits: das sind die Grundlagen des ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzepts.

Damit Sie sich gut aufgehoben, beraten und betreut fühlen, steht ein Netzwerk kompetenter Ansprechpartner zu Ihrer Verfügung: das Ärzteteam des Orthopädischen Praxiszentrum Thiemstrasse berät Sie zu allen fachlichen Aspekten des geplanten Eingriffs, unser Case Management versorgt Sie mit dem „digitalen Grundgerüst“ unseres Konzeptes und steht stets als Ansprechpartner für organisatorische Fragen zur Verfügung. Sämtliche Termine bis hin zur Kontrolle nach der Rehabilitation werden für Sie koordiniert und stehen in Ihrem DOCTOLIB Kalender abrufbereit. Die für Sie verantwortlichen Therapeuten unseres ORTHOPAEDICON move Netzwerkes trainieren mit Ihnen gezielt den Gebrauch der Stützen und erforderlicher Hilfsmittel – sowohl in den Physiotherapiepraxen vor Ort als auch bei Ihnen zu Hause.

Die MyMobility© App unterstützt Sie nicht nur mit vielen relevanten Informationen rund um die Operation, sondern hält auch ein individuell angepasstes Trainingsprogramm bereit. Außerdem werden hier standardisiert Parameter erfasst, die Ihr Befinden dokumentieren. Diese Daten stehen Ihrem Behandlungsteam zur Verfügung. Bei Auffälligkeiten nehmen wir umgehend mit Ihnen Kontakt auf.

Die MyMobility App beinhaltet auch eine Chat-Funktion, über die Sie Kontakt mit Ihrem Team aufnehmen können. Die Videochat-Funktion nutzen wir, um nach der Entlassung aus der Klinik mit Ihnen in Verbindung zu bleiben. Feste Kontrolltermine in unserem Praxiszentrum begleiten Sie auf ihrem Weg zurück in den Alltag – bis zu 6 Monate nach dem Eingriff.

Der Begriff „minimal-invasiv“ ist kein klar umrissener Terminus. Er bezieht sich im Zusammenhang mit endoprothetischen Eingriffen in erster Linie auf den Hüftgelenksersatz. Um das Gelenk mit einer Endoprothese zu versorgen, muss der Operateur es zunächst darstellen.

Der „Weg zum Gelenk“ ist von großer Bedeutung, denn das Hüftgelenk ist von Muskeln umgeben, die für Stabilität und Funktion der Hüfte verantwortlich sind. Um diese möglichst nicht zu schädigen, wurden operative Verfahren entwickelt, bei denen durch eine natürliche Lücke zwischen diesen Muskeln hindurch operiert wird. Da es mehrere Hüftmuskeln gibt, existieren auch mehrere dieser Lücken. Welche Lücke für den Zugang genutzt wird, ist letztlich vom Operateur abhängig. Heutzutage sollte aber in jedem Falle ein Verfahren gewählt werden, bei dem keine Hüftmuskulatur abgelöst oder durchtrennt werden muss. Dies ist mit ausreichend Erfahrung bei allen Patienten möglich.

Dr. Zoepp operiert bereits seit 2007 über den anterolateralen minimal-invasiven Zugang in der OCM-Technik. Zusätzlich wurde 2019 der besonders weichteilschonende SUPERPATH Zugang eingeführt. Beide Zugangswege kombinieren den Schutz der Hüftmuskulatur mit einen ansprechenden kosmetischen Schnittführung. Der Hautschnitt ist dabei nicht vom Körpergewicht abhängig, sondern von der Größe der Implantate.

Beim Kniegelenksersatz werden auch muskelschonende Zugangswege eingesetzt. Allerdings konnten hierfür keine wirklichen Vorteile gezeigt werden. Deshalb spielt dieses Thema am Knie eine eher untergeordnete Rolle.

Jeder operative Eingriff birgt Risiken. Dies zu bestreiten, wäre einfach Unsinn. Die allgemeine Komplikationsrate bei endoprothetischen Eingriffen liegt bei ca. 3-5%: eine statistische Zahl, die dem Einzelnen wenig weiterhilft. Und die wir richtig einordnen müssen. Ängste und Bedenken nehmen wir ernst – denn es ist wichtig, Risiken richtig einzuschätzen und individuell zu besprechen. Denn einige Risiken können ja durchaus positiv beeinflusst werden.

Die Problematik des Verschleißes der Prothesenkomponenten spielt heute am Hüftgelenk kaum noch eine Rolle. Die Gleitpaarungen moderner Implantate sind extrem abriebarm, so dass die Lockerung durch Abrieb heute kaum zum Tragen kommt. Überlebensraten von 30 Jahren und mehr sollten daher heute keine Ausnahme sein. Am Kniegelenk sind die Kontaktflächen größer und die Art der Bewegung anders als an der Hüfte, weshalb hier die Lockerung noch eher eine Rolle spielt. Regelmäßige Kontrollen sind daher essenziell.

Große Bedeutung kommt der Infektion der Endoprothese zu: Bakterien können sich auf dem Implantat absiedeln und eine Entzündung hervorrufen. Diese kann hochakut verlaufen – mit Fieber, Schmerzen und Rötung. Aber auch sehr versteckt als chronischer Infekt, bei dem lediglich Schmerzen auftreten.

Risikofaktoren für eine solche Gelenkinfektion sind Entzündungsherde im Körper, von denen sich Bakterien auf dem Implantat absiedeln. Solch ein Herd können Abszesse an den Zähnen sein. Deshalb sollten Sie vor einer Endoprothesenoperation Ihren Zahnarzt konsultieren.

Eine große Rolle spielt das Immunsystem: ein nicht optimal eingestellter Diabetes, Rauchen, aber auch eine suboptimale Ernährung beeinträchtigen Ihre Abwehr. Zur optimalen OP-Vorbereitung im Rahmen des ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzeptes gehört es deshalb, all diese individuellen Risikofaktoren zu erfassen und soweit möglich zu optimieren. Da die meisten Gelenkinfektionen durch Keime verursacht werden, die auf der Haut des Patienten siedeln, werden diese vor der Operation mit einem speziellen Waschgel reduziert.

Der Verzicht auf Drainageschläuche erleichtert nicht nur die Mobilisation nach der OP, sondern reduziert auch das Infektionsrisiko. Positiver Nebeneffekt des sehr kurzen Klinikaufenthaltes ist auch die geringere Gefahr der Infektion mit sogenannten Krankenhauskeimen.

Eine spezifische Komplikation nach Hüftgelenksersatz ist das Ausrenken des Implantats. Dabei springt der Hüftkopf aus der Hüftpfanne, was sofort zu einer schmerzhaften Funktionseinschränkung des Gelenks führt. Diese Komplikation wird jedoch durch eine sorgfältige Planung, die Verwendung größerer Hüftköpfe und minimal-invasive Zugänge zum Gelenk minimiert. Das Risiko liegt hier deutlich unter 1%, weshalb wir keine speziellen Verhaltensmaßregeln mehr propagieren. Das Schlafen auf der Seite, Bücken oder Socken anziehen ist erlaubt, wenn es schmerzfrei durchgeführt werden kann.

Extrem seltenen Komplikationen wie Materialversagen wirken wir durch Verwendung hochwertiger Implantate namhafter Hersteller entgegen.

Das Risiko von Blutungen und Wundheilungsstörungen wird durch die Verwendung blutstillender Medikamente vor und während des Eingriffs reduziert, der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombose, Embolie) mit entsprechender Thromboseprophylaxe entgegen gewirkt. Die beste Vorbeugung ist jedoch die frühzeitige Mobilisation – ein elementarer Baustein unseres ORTHOPAEDICON FAST TRACK Konzeptes.

Trotz aller Erfahrung und optimaler Vorbereitung, standardisierter Abläufe und motivierter Patienten wird immer ein gewisses Restrisiko bleiben. Dessen sollten sich Arzt und Patient bewusst sein – ohne Angst und in Abwägung von Nutzen und Risiko. Komplikationen zu erkennen, zu kommunizieren und kompetent zu behandeln; auch das ist Ausdruck von Qualität.